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Erste eBay / TNS Infratest-Studie „Sicherheit im Online-Handel“ zeigt: Aufklärung auf breiter Ebene weiterhin dringend notwendig

Der weltweite Online-Marktplatz eBay hat zusammen mit TNS Infratest zum ersten Mal die repräsentative Studie „Sicherheit im Online-Handel“ durchgeführt.

Dreilinden/Berlin, 8. November 2005 – Der weltweite Online-Marktplatz eBay hat zusammen mit TNS Infratest zum ersten Mal die repräsentative Studie „Sicherheit im Online-Handel“ durchgeführt. Das Kernergebnis der heute veröffentlichten Studie: Aufklärung auf breiter Ebene ist weiterhin dringend notwendig. Mit der Untersuchung möchte eBay einen Beitrag zu mehr Transparenz im Bereich Sicherheit beim Online-Handel leisten. Zukünftig soll die Studie regelmäßig durchgeführt werden. Als Langzeitanalyse soll sie Impulsgeber für alle am Online-Handel Beteiligten sein, um die Sicherheit im Online-Handel weiter zu stärken.

Wissensstand von Wenig-Nutzern muss erhöht werden
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass gerade die Nutzer, die eher selten Handel im Internet treiben (Wenig-Nutzer oder Low-User) noch zu wenig Wissen über die Grundlagen des sicheren Online-Handels haben. Nur 26 Prozent der Low-User fühlen sich gut oder sehr gut zu diesem Thema informiert. Bei den Verbrauchern, die besonders häufig im Internet Handel treiben (Viel-Nutzer oder Heavy-User) sind es mehr als 48% Prozent. Lediglich 6 Prozent dieser Gruppe fühlt sich unzureichend oder überhaupt nicht informiert, bei den Wenig-Nutzern sind es fast ein Drittel. Ebenso schätzen die Viel-Nutzer die Sicherheit im Online-Handel wesentlich höher ein als die Wenig-Nutzer. Nur 2 Prozent der Heavy-Nutzer gehen davon aus, dass das Einkaufen im Internet nicht oder überhaupt nicht sicher ist. Von den Wenig-Nutzern sagen dies hingegen 14,3 Prozent.

Spezielle Schutzmaßnahmen zum sicheren Online-Handel noch nicht ausreichend bekannt
Gefragt nach ihnen bekannten Schutzmechanismen beim Online-Einkauf, können ungestützt nur knapp zwei Drittel der Befragten (64,3 Prozent) konkrete Maßnahmen nennen – bei der gestützten Abfrage sind es naturgemäß wesentlich mehr.
Auffallend ist dabei, dass allgemeingültige Schutzmechanismen wesentlich besser abschneiden als Sicherheitsangebote, die speziell für den Online-Handel entwickelt wurden. Gestützt nennen die meisten Nutzer Zahlung auf Rechnung (93 Prozent), sorgsamer Umgang mit dem Passwort (91,7 Prozent) sowie Wahl eines sicheren Passworts (88,7 Prozent) als ihnen bekannte Schutzmechanismen. Speziell für den Online-Handel entwickelte Sicherheitsangebote wie Gütesiegel (64,7 Prozent), Feedback-/ Bewertungssysteme (62,1 Prozent) oder Treuhandservices (49,7 Prozent) kennen hingegen wesentlich weniger Nutzer. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der gestützten Abfrage der Nutzung von Sicherheitsmaßnahmen beim Einkaufen im Internet: sorgsamer Umgang mit dem Passwort (84,8 Prozent), Wahl eines sicheren Passworts (84,1 Prozent) und Zahlung auf Rechnung (83,6 Prozent) gegenüber Nutzung von Feedback-/Bewertungssystemen (47,7 Prozent), Beachten von Gütesiegeln (45,2 Prozent) und Nutzung von Treuhandservices (19,7 Prozent).

Verantwortung liegt bei Anbietern und Nutzern gleichermaßen
Die Verbraucher sehen die Verantwortung für die Sicherheit beim Online-Handel fast gleichermaßen bei den eCommerce-Anbietern (83,3 Prozent) als auch bei sich selbst (82,2 Prozent). Es folgen die Internet-Provider (60 Prozent) und die Strafverfolgungsbehörden (51,1 Prozent).
Gleichzeitig räumen 68 Prozent der Nutzer, die sich nicht ausreichend über das Thema sicherer Online-Handel informiert fühlen, selbstkritisch ein, dass sie sich bislang noch nicht mit dem Thema befasst oder kein Interesse dafür haben. Die große Mehrheit der Nutzer ist sich also einerseits ihrer eigenen Verantwortung beim sicheren Online-Handel bewusst, andererseits wird diese aber noch nicht ausreichend gelebt.

Neue Wege in der Aufklärungsarbeit im Schulterschluss mit allen Marktteilnehmern notwendig
Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass intensive Aufklärungsarbeit über die Grundlagen des sicheren Online-Handels und eine breite Öffentlichkeit für das Thema auch in Zukunft dringend notwenig sind, um den „Gesunden Internet-Verstand“ der Nutzer zu stärken. Besonderer Fokus muss dabei auf die Wenig-Nutzer und die Kommunikation der speziell für den Online-Handel entwickelten Schutzmechanismen gelegt werden. Gleichzeitig ist es wichtig, neue Kommunikationsansätze zu finden, über die die Nutzer auch tatsächlich erreicht und motiviert werden, sich mit dem Thema sicherer Online-Handel zu beschäftigen und ihre Eigenverantwortung bei diesem Thema auch zu leben. Die Fokussierung auf einfache Botschaften, die der Nutzer sofort verstehen und verinnerlichen kann, kontextbezogene Aufklärung, die dem Nutzer genau dann Informationen vermittelt, wenn er sie benötigt oder die Verknüpfung von Information mit Unterhaltung zur Aktivierung der Nutzer sind hier einige denkbare Möglichkeiten.
Damit das Thema Sicherheit im Online-Handel auch weiterhin breit in der Öffentlichkeit präsent ist, ist ein Engagement aller relevanten Marktteilnehmer notwendig – von den eCommerce-Anbietern über die öffentlichen Institutionen bis hin zu wichtigen Multiplikatoren wie den Medien.
Letztgenannte nehmen beim Thema Aufklärung über sicheren Online-Handel eine besonders wichtige Rolle ein. Die Studie zeigt, dass sie neben dem eigenen Bekanntenkreis (80,1 Prozent) besonders häufig von den Nutzern als Informationsquelle zum sicheren Einkaufen im Internet herangezogen werden (78,1 Prozent).

Methode der Studie
Für die repräsentative Studie befragte TNS Infratest im Zeitraum zwischen dem 6. und dem 16. September 2005 insgesamt 1.158 Internet-Nutzer ab 18 Jahren in Deutschland. Darunter waren 800 Personen, die bereits im Internet handeln bzw. Produkte in den vergangenen zwölf Monaten über das Internet eingekauft haben. TNS Infratest führte die Studie per Telefon durch. Die Ergebnisse wurden mittels eines Computer-Fragebogens erfasst (sog. CATI-Befragung).

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