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So sparen und shoppen die Deutschen 2022

70 % der Deutschen sagen, dass sie mit ihrem Geld nicht mehr auskommen // 64 % der Deutschen haben ihr Einkaufsverhalten in 2022 geändert // Hohes Sparpotenzial bei Energie und durch den Kauf von gebrauchten und generalüberholten Produkten

Dreilinden/Berlin, 29. August 2022 – Weniger Spontankäufe, weniger Mode, weniger Marken: Drei Viertel der Deutschen gehen sparsamer mit ihrem Geld um und 64 % haben ihr Einkaufsverhalten in diesem Jahr im Vergleich zu den Vorjahren geändert. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag von eBay*.

Im Schnitt fehlen 177 Euro am Monatsende

70 % der Deutschen geben an, vor dem Hintergrund der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Situation nicht mit dem monatlich zur Verfügung stehenden Geld auszukommen. Ungefähr jeder*m zehnten Befragten (11 %) fehlen bis zu 100 Euro im Monat. Jeder*m Fünften (20 %) fehlen ganze 101 bis 200 Euro. 6 % fehlen sogar über 500 Euro. Im Schnitt haben die Deutschen am Monatsende eine Lücke von 177 Euro im Portemonnaie. 

Fast drei Viertel der Deutschen (74 %) sind darauf bedacht, sparsamer mit ihrem Geld umzugehen. 70 % kaufen mit Zurückhaltung. 38 % achten darauf, nur notwendige Mengen zu kaufen. 16 % hingegen geben an, dass sie sogar mehr kaufen als in den Vorjahren, weil sie mit weiteren Preissteigerungen rechnen.

Als mögliche Ursache ihres veränderten Einkaufsverhaltens geben 67 % der Befragten, die ihr Einkaufsverhalten geändert haben, an, dass alles teurer geworden ist und sie daher preiswerter einkaufen müssen. 40 % stellen schon jetzt Engpässe in ihrem finanziellen Budget fest und 35 % befürchten langfristige Engpässe. Jede*r Vierte (24 %) hatte schon einige Male deutlich vor Monatsende kein Geld mehr zur Verfügung. 

Sparen – an allen Ecken und Enden

Fast die Hälfte der Sparer*innen (48 %) versucht, an möglichst vielen Stellen Geld einzusparen. Überlegtes Einkaufen und das Vermeiden von Spontankäufen geben 47 % als konkrete Verhaltensänderung an. 42 % versuchen, insgesamt preiswerter einzukaufen. 33 % ersetzen teure Markenprodukte durch günstigere Handelsmarken und 29 % geben an, weniger Produkte zu kaufen, sich also im Konsum insgesamt einzuschränken.

Als konkrete Sparmaßnahme im Alltag nutzt mehr als die Hälfte (55 %) der Sparer*innen Rabattaktionen. 42 % nehmen an Cashback-, Treuepunkt- oder Gutscheinaktionen teil und 41 % gehen lieber zum Discounter statt zum teureren Supermarkt. 28 % nutzen Vergleichsportale, um Angebote zu vergleichen und den günstigsten Preis zu finden.

Deutsche sparen lieber bei Lebensmitteln als beim Auto

Gespart wird vor allem in den Bereichen Kleidung und Mode (23 %), Lebensmittel (18 %), Urlaub (16 %) und Haushalt und Freizeitgestaltung (14 %). Auf die Mobilität mit dem Auto will nur jeder zehnte (11 %) verzichten und im Bereich Wohnen und Sport schränken sich jeweils nur 7 % der Sparwilligen ein.

Darüber hinaus wollen die Sparer*innen auch bei Alltagsaktivitäten Geld einsparen, um am Monatsende mehr übrig zu haben. Neben dem sparsameren Einkaufen (89 %) wollen 60 % der Sparer auf ihren Energie- und Stromverbrauch im Alltag achten, und die Hälfte (51 %) möchte sparsamer mit Wasser umgehen. Ein Viertel (25 %) gibt an, beim Kauf von Produkten auch gebrauchte oder generalüberholte (refurbished) Ware in Betracht zu ziehen.

Der Urlaub muss warten

Gefragt nach Anschaffungen oder Investitionen, die ursprünglich für dieses Jahr geplant waren und aus finanziellen Gründen verschoben werden, stehen Urlaubsreisen an erster Stelle (22 %), gefolgt von größeren Anschaffungen (14 %), Reparaturen im Haushalt (13 %) und dem Kauf von Elektrogeräten wie TV oder Smartphone (13 %).

Zwei Drittel der Deutschen planen Kauf von gebrauchten und generalüberholten Produkten

72 % der Deutschen können sich aktuell und zukünftig den Kauf von gebrauchten und generalüberholten Produkten vorstellen. An erster Stelle stehen hierbei Bücher (35 %), gefolgt von Autos (29 %) und Fahrrädern (26 %) sowie Kleidung, Schuhe und Accessoires (26 %).

*Umfragebedingungen

Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der vom 19. bis 22. August 2022 2.082 Personen teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.